Offener Brief geht als Paket an die Politik


Liebe Reisebüros, liebe Reisegäste, liebe Kollegen aus der Touristik,

Zeichen setzen! Die aktuelle Situation rund um den Veranstalter Thomas Cook zeigt allzu deutlich, dass in der Tourismusbranche insbesondere bei Absicherungen im Insolvenzfall offenkundig Handlungsbedarf besteht.

Hier müssen wir gemeinsam und mit starkem Mandat bei Politik und Gesetzgebung ansetzen. Aber auch die Verbände müssen aktiv werden. Dazu fordern wir ausdrücklich auf. Wir unterstützen jeden Ansatz, der die aktuelle Thematik im Sinne unserer Branche und im Zeichen der Reisebüros in den Fokus rückt.

Eine unzureichende Kundengeldabsicherung, die dem Kunden die Sicherheit einer Pauschalreise nur vorspielt, sowie eine fehlende Absicherung der Reisemittler können kein Standard für eine funktionierende Zukunft in der Tourismusbranche sein. Die aktuellen gesetzlichen Regelungen bringen bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten eines Veranstalters alle Beteiligten wie Fluggesellschaften, Hotels, Dienstleister vor Ort, Transferunternehmen und nicht zuletzt die Reisebüros in eine nicht verursachte Notlage. Von dem Imageschaden für die Touristik und dem monetären Schaden der Verbraucher ganz zu schweigen. Ein ganzer Wirtschaftszweig ist hier betroffen, was wiederum Auswirkungen auf andere Sektoren der Wirtschaft hat. Hier geht es um Arbeitsplätze und Existenzen in der gesamten Tourismusbranche.

Auf diese Situation machen wir mit einem Offenen Brief an die politischen Vertreter in Deutschland aufmerksam.

Den Offenen Brief finden Sie hier:   Brief

Innerhalb von nur drei Wochen konnten wir mehrere Tausend Unterschriften aus der gesamten Branche sammeln, die die Dringlichkeit zum Umdenken und Handeln deutlich untermauern. Am 6. November 2019 wurden diese zusammen mit dem Brief als je ein Paket an die Bundeskanzlerin Angela Merkel, den Tourismusausschuss des Deutschen Bundestages, das Bundeswirtschaftsministerium sowie das Bundesjustiz- und Verbraucherschutzministerium versendet. Auch die Ministerpräsidenten der Bundesländer haben den offenen Brief erhalten. Zahlreise Reisebüros haben unsere Ansätze und Forderungen zudem an die Abgeordneten Ihrer Wahlkreise übersendet. Vielen Dank!

Andere, parallel gestartete und das gleiche Ziel verfolgende Ansätze durch Verbände und Organisationen unterstützen wir ebenfalls weiterhin und rufen Sie dazu auf, sich entsprechend zu beteiligen. Wir möchten auf diesem Weg deutlich und lautstark auf die Wichtigkeit und die Aktualität hinweisen.

Wir freuen uns, dass wir schon erste Weichen stellen konnten. Im Oktober wurden bei einem Gespräch im Tourismusausschuss des Bundestages bereits mögliche Lösungsansätze diskutiert.

Nun fordern wir im Sinne aller Reisebüros und unzähliger Verbraucher ein schnelles und entschlossenes Handeln.

Für uns heißt es jetzt, weiter vorauszuschauen und die Pauschalreise sowie Reisebüros an sich nachhaltig zu stärken. Wir arbeiten mit Hochdruck und gemeinsam mit weiteren Partnern an der Initiative „Pro Reisebüro“ und „Pro Pauschalreise“, um alle Reisebüros weiterhin zu unterstützen.

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